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Contraproduktiv

Verdient (01.06.2011)

Immer weiter in die Enge getrieben, umschlungen und umgarnt. Ausgenommen, fasziniert. Träume geschunden, abhängig gemacht. Trotzdem weiterhin da, weiterhin drin, weiterhin dran. Ausgekostet, mitgenommen. Verrückt gemacht und Lust bekommen.

Trainierst das Leben, trainierst das Lieben. Genommen und bekommen. Hast begonnen, zu zerstören, hast beendet, zu verdienen. Verschlingst mich, betrinkst mich, nimmst mich gefangen in deinem Käfig. Versuchst mich, verruchst mich, betäubst mich, verleugnest mich, schnappst Gedanken und Gefühle, kettest sie an dich. Verwirrst mich, verführst mich.

Ziehst dich zurück in deinen Ring, suchst nach dem Sinn, lauernd auf Reaktion, beobachtest und nimmst zur Kenntnis.

Blind und taub und stumm gemacht, nur den einen, bekannten Weg findend, folgend, suche ich nach weiteren Opfern, verwegen und verlegen, vernehme sie und umringe sie, zitternd aus dem Sein, in das Sein, helfe und flöße ein, bringe sie um Erfahrung zur Erfahrung, mache sie abhängig, treibe sie in die Enge, umschlinge und umgarne. Nehme aus, fasziniere. Schunde Träume, mache abhängig. Lasse sie weiterhin da, weiterhin drin, weiterhin dran. Koste sie aus, nehme sie mit. Mache sie verrückt, mache ihnen Lust.

Trainiert vom Leben, trainiert vom Lieben. Einst gegeben und vergeben, einst begonnen, zu verstören, einst beendet, zu verlieren. Verschlungen und betrunken, gefangen genommen im Käfig. Versucht und verrucht, betäubt und verleugnet, geschnappt und angekettet. Verwirrt und verführt.

Ausgeleert, ausradiert, ausgemacht

Feuer entfacht.

 

(c) million-voices

___________

Da fehlt der Zauber, fehlt das Leben.

Scheiß auf Blockade, voll verlernt, werde wieder anfangen zu schreiben, werde euch mit einigem quälen.

 

1 Kommentar 1.6.11 14:25, kommentieren

Farbenfroh

Ich hatte heute einen wunder- wunder- wunderbaren Tag. Wirklich.

Meiner lieben rothaarigen Biene haben wir dank Tiramisu-brauner Haarfarbe rot-orange-braune Haare beschert, Katze x-teatime, Lotte zuckerwattenlaune, Lena und ich. Wir haben Eis gegessen und Gemüse und Brot und Melone und die andern Fleisch, wir haben gelacht und uns zurückerinnert, wir hatten Spaß.

3 Kommentare 2.6.11 23:38, kommentieren

Unabhängig

Ich habe soeben beschlossen, unabhängig zu werden. Unabhängiger. Nichts zu benötigen, um glücklich zu sein. Das einem alles egal sein kann. So.. scheiß-drauf-mäßig. Is'n Plan, oder?

 

Ihh, das Wetter macht mir Atemnot.

4 Kommentare 4.6.11 17:41, kommentieren

"Sei lieb, sonst kommt sie nächstes Mal nicht mehr." - "Ist doch egal!"

Der Titel? Zitat von dem kleinen, süßen Mädchen, bei dem ich babysitte. Normalerweise ist sie ganz nett. Nur hat sie manchmal komische Phasen, bei denen sie so etwas sagt und ich mir total dumm vorkomme, besonders wenn der Vater daneben steht und mir gerade das Geld in die Hand drückt.

Phasen. Bei ihr sind das Phasen. Aber bei mir? Ich weiß es nicht.

Momentan nervt mich einfach alles und jeder. Wie kommen Leute auf den Gedanken, sie wären mir etwas wert? Wie kann man so überzeugt von sich sein? Wieso, ja, wieso zur Hölle sollte ich mich um jemanden von euch scheren? Ich brauche das nicht. Mein Leben kann ich sehr gut auch so führen.

Freundschaften sollten zu Zweckgemeinschaften werden. "Hast du heute Zeit?" - "Jo, gleich da." und anschließend verbringt man einen guten Tag.

"Hast du heute Zeit?" - "Ne, heute nicht." und anschließend.. verbringt man einen guten Tag!

Ich hab da kein Bock drauf. Ich will mich auf niemanden verlassen müssen. Ich will nicht von irgendwem enttäuscht werden. Ich will mein Leben ohne jegliche Hilfe leben können. 

Unabhängig, wie schon gesagt!

Die einzigen, mit denen ich mich momentan reibungslos verstehe, sind mein Bruder - was merkwürdig ist, er ist eigentlich nie da, aber wenn doch, ist es lustig - und eine Freundin, mit der ich zwar nicht mehr berede als mit meinen anderen Freunden, bei der ich aber im Moment keine Schranke spüre.

 


1 Kommentar 6.6.11 19:06, kommentieren

Marchin On

 

 Marchin On - Timbaland feat. One Republic

There's so many wars we fought
There's so many things we're not
But with what we have
I promise you that
We're marchin' on
We're marchin' on

So many hills we had to climb
Almost without our strength
But we kept
Slowly marchin on
Time heals the wounds we couldn’t close
Blood sweat and tears dried up
We're okay
We kept marchin on

There's so many wars we fought
There's so many things we're not
But with what we have
I promise you that
We're marchin' on
We're marchin' on

Get your legs and walk
Cause we're not too far
A little more to go
But we're marchin on
We marchin on
We marchin on
We marchin on
We marchin

If we lose the sun we couldn’t deny that
If we go the wind we gotta fight back
But we marchin on
We marchin on
We marchin on
We marchin

________

Ein Teil des Songtextes von Marchin On. Ein wunderbares Lied. Hört es euch an, denn dann werdet ihr es verstehen.

Das Schlagzeug im Hintergrund, das Klatschen, ein jedes bedeutet einen Schritt nach vorne, einen Schritt hinaus in die Welt. Einen Schritt aus der Vergangenheit in die Zukunft.

Trotz Steine, die in den Weg gelegt werden, ist der Weg das Ziel. Weiter gehen. So many hills we had to climb almost without our strength.

Kräfte wurden für unnütze Dinge verschwendet, doch nun können wir weitermachen, kämpfen für Dinge, die lohnenswert sind. There's so many wars we fought, There's so many things we're not.

Geht ebenfalls, es lohnt sich! Macht weiter! Jedes Leid wird früher oder später belohnt werden. Achtet auf das Ziel, haltet es vor euren Augen und gebt nicht auf. Get your legs and walk.

 

Wir machen weiter, wir gehen weiter, wir werden nicht aufhören.

We keep marchin' on.

 

1 Kommentar 8.6.11 23:07, kommentieren

THERE ARE NO EXCUSES

We are young, we are healthy.

1 Kommentar 9.6.11 22:48, kommentieren

Egoistisch und idiotisch.

Ich hasse es. Ich hasse es so sehr.

Morgens verbreitet er diese scheiß Laune.
Legt sich mit jedem an. Bzw nur mit einem - zieht damit aber alle hinein.
Mittags ist es dann okay. Man sieht ihn nicht.
Nachmittags und abends passiert es denn. Er schlägt ihm den einen und anderen liebevollen Gefallen ab. Ich hasse es.

"Ich muss ins Krankenhaus - darf ich das Auto nehmen?"
Wer, ja wer hätte jemanden diesen Gefallen abgeschlagen? Jemand, der ihn hasst. Jemand, der zu stolz ist. Jemand, den man verabscheuen sollte. So denken wir.
Doch nicht so er.
"Nimm doch den Krankenwagen."
Ich hasse es.

Und was tue ich, außer stillschweigend dort zu sitzen und zu hassen? Hingehen und ihm sagen, dass er egoistisch und idiotisch ist. So ist er. Und derjenigen, die ihn liebt, Vorwürfe machen. Wie kann man so dumm sein? So dumm gewesen sein? Wie kann man eine solch verabscheuenswürdige Person lieben?

 Wenn das Kind sich wünscht, dass die Liebe auf dessen Basis es gediehen ist, auf dessen Basis es Vertrauen gelernt hat, auf dessen Basis es zu dem geworden ist, was es ist - wenn das Kind sich nun wünscht, dass diese Liebe zerbricht - ja, was ist dann zuvor schon in ihm zerbrochen?


 

 

 

 



1 Kommentar 13.6.11 17:24, kommentieren